
Gemessen werden die charakteristischen Gate-Zündeigenschaften, sowie der Einrast- und Haltestrom im Anodenkreis. Die Messung erfolgt immer in der Reihenfolge: Zündmessung – Haltestrommessung – Einraststrommessung:
1. Zünd-Messung
Der Gatestrom wird solange erhöht, bis es zum Zünden des Thyristors kommt. Dieser Strom wird gemessen und angezeigt. Anschließend werden mit dem gleichen Strom ein Gate-Impuls (400 µs) und die Zündspannung mit Rückwirkung des Anodenstroms gemessen.
2. Haltestrom-Messung
Bei der Haltestrommessung wird der Anodenstrom kontinuierlich abgesenkt, bis der Strom abreißt. Angezeigt wird der Messwert nach DIN – d. h. der Messwert mit dem größten Innenwiderstand, betrieben an UAK.
3. Einraststrom-Messung
Das Standard-Verfahren nach DIN IEC 747 sieht eine Wiederholung von Zündvorgängen mit ansteigenden Anodenstrom vor, bis der Einraststrom erreicht ist. Dies führt bei höheren Einrastströmen zu erheblichen Messzeiten. Um dies zu vermeiden, wird im ZEH 712 ein zeitoptimiertes Verfahren angewandt, welches innerhalb von maximal 20 ms ein Ergebnis liefert.
Für die einzelnen Prüfparameter sind Grenzwerte vorzugeben, deren Einhaltung überprüft, angezeigt und zur GUT/SCHLECHT-Bewertung des Prüflings herangezogen wird.
- Zeitoptimiertes Messverfahren für Einraststrommessung
- Gatestromquelle einstellbar im Bereich von 5 mA bis 10 A
- Anodenstromquelle einstellbar im Bereich von 0,5 bis 10 A
- Leerlaufspannung UAK einstellbar im Bereich von 0 bis 20 V bzw. 0 bis 100 V (Kondensator 2200 µF)
- Gatespannungsmessung in den Bereichen 0 bis 5,0 V oder 0 bis 100 V
- Gatestrommessung bis 10 A
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